Geadelte jüdische Familien

Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 13. Sep 2011, 09:35

151. von Goldschmidt. Moriz Goldschmidt, königl. preußischer Consul und Prokuraführer des Hauses Rothschild, geboren 9. Juni 1803 zu Frankfurt am Main als Sohn des 28. April 1847 + Jakob David Goldschmidt und der 8. Februar 1834 + Adelheid (Edel), geb. Rothschild, einer Bruderstochter des Meyer Anselm Rothschild, erhielt ddo. Wien 27. Juli 1862 den österreichischen Ritterstand und starb 5. April 1888. Sein Bruder Leopold Jakob Goldschmidt, geboren 1811, königlich württembergischer Consul in Frankfurt am Main, erhielt 1869 den württembergischen Personaladel und starb 25. August 1885.

152. von Goldschmiedt. Leopold Goldschmied, Vicepräsident der Triester Handelskammer, erhielt 25. April 1879 den österr. Adel mit „Edler von."

153. Goldschmidt von Libanka. Ludwig Goldschmidt, Pächter der ungarischen Opalgruben, erhielt am 17. März 1874 den österreichischen Ritterstand mit „von Libanka."

154. Goldsmid. Isaak Lyon Goldsmid wurde am 7. August 1841 englischer Baronet und 1846 in Portugal Baron de Palmeira. Diese aus Kassel stammende Familie siedelte Anfangs des 18. Jahrhunderts nach England über.

155. Goldsmid. Frederic John Goldsmid, geboren 1818, englischer Generalmajor, Sohn des + Lionel Goldsmid wurde 1855 englischer Ritter.

156. von Goldtman. Anton, Joseph und Marianne, Kinder des Karl Goldtman, erhielten 13. (25.) März 1845 wegen der Verdienste ihres Vaterbruders Joseph Joachim Goldtman, Bischof von Sendomir, den polnischen Adel (M. v. Janecki in der Vierteljahrsschrift des Herold. 1888. Seite 173).

157. von Gomperz. Max Gomperz, Schafwolle-Fabriksbesitzer in Brünn, erhielt 21. Dezember 1877 den österreichischen Ritterstand, ebenso 24. Mai 1879 sein Bruder der Fabriksbesitzer Julius Gomperz in Brünn.

158. von Gorrissen. Der großherzoglich-hessische Generalconsnl Georg Friedrich Gorrissen, erhielt 14. Oktober 1869 Ken großherzoglich hessischen Adel.

159. von Gottesmann. Adolf Gottesmann, erhielt 23. April 1868 den ungarischen Adel und Eugen Gottesmann am 26. Mai 1884 den Namen und ungarischen Adel des Anton von Jàszay auf sich übertragen.

160. von Grünebaum. Gustav Grünebaum, Oberinspektor der Generalinspektion der österreichischen Eisenbahnen, erhielt 31. Jänner 1876 den österreichischen Ritterstand. Seine Mutter war die am 16. März 1884 gestorbene Therese Landauer, eine Schwester der Frau Nanette von Goldschmidt; er war daher ein entfernter Verwandter des Hauses Rothschild.
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Beitragvon Konni S. » 13. Sep 2011, 09:47

161. von Grunenthal. Friedrich Sigismund Siebmann, geboren 12. Nov. 1780 (von jüdischen Eltern; sein Geburtsort wurde verheimlicht), kgl. preußischer Obersteuerrath, wurde von dem 1838 gestorbenen königl. preußischen Kammerdirektor Otto Ernst von Grunenthal adoptirt und erhielt 14. April 1812 als „von Grunenthal" den preußischen Adel. Er starb als geheimer Oberfinanzrath am 2. Juni 1855. Sein Schwiegersohn war Eduard von Gerschow.

162. von Gugler. Dr. Bernhard Gugler, Rektor, Vorstand der mathematischen Abtheilung an der polytechnischen Schule (+ Mär, 1680), erhielt 1862 den württembergischen Personaladel. Er war jüdischer Abkunft.

163. von Günzburg. Der großherzoglich hessische Generalconsul Horatius Günzburg in St. Petersburg, erhielt am 9. November 1870 den großherzoglich hessischen Freiherrnstand, ebenso am 2. August 1874 sein Vater, der kaiserlich russische Commercienrath Joseph Günzburg nebst allen Nachkommen.

164. Gurski. In Litauen erhielten 1764 die getauften Juden Ignaz und Joseph Gurski den Adel. (M. von Janecki, citato loco.)

165. von Gutmann. Der Großindustrielle Wilhelm Isaak Wolf Gutmann wurde 4. Jänner 1878 österreichischer Ritter. Sein Schwiegersohn ist Graf Robert Fitzjames, ein direkter Nachkomme des Marschalls Herzog von Berwick, des natürlichen Sohnes Konig Jakob II. von England, Schottland und Irland.

166. von Gutmann. Der Großindustrielle Kohlengewerksbesitzer David Guttmann in Wien, wurde 16. Dezember 1878 österreichischer Ritter. Die Familie verschwägerte sich mit den Freiherren von Königswarter.

167. Guttmann von Gelsei. Der Grundbesitzer Heinrich Guttmann in Groß-Kanisza, erhielt 26. Dez. 1869 den ungarischen Adel mit „von Gelsei." Sein Sohn Isidor heiratete Friederike Pollak Edle von Rudin.

168. von Gutmansthal - Benvenuti. Dr. Ludwig Gutmansthal, geboren 4. Oktober 1810 in Kierling, als Sohn des Leopold Gutmansthal und der Johanna Würth, Ehrenbürger der Gemeinde Ratschach in Unter-Krain erhielt 25. Dez. 1859 (Diplom 29. Nov. 1859) den Adel seines Stiesvaters, Ritters Johann Baptist von Benvenuti übertragen und starb 8. Oktober 1890 in Graz, vermält mit Maria von Sonnenthal. Sein Schwiegersohn ist Prinz Eugen von Wrede, seine Schwiegertochter Freiin Emma von Conrad-Eybesfeld.

169. von Haber. Salomon Haber, geb. 10. Februar 1768, Banquier in Karlsruhe, + 13. Jänner 1839, erhielt 2. Juni 1829 den badischen Adel. Sein Sohn Ludwig. Joseph, geb. 15. Juli 1804, Fabriksbesitzer, erhielt 24. Okt. 1869 (Diplom 28. Nov. 1869) den österreichischen Freiherrnstand mit „von Linsberg." Derselbe ist Mitglied des Herrenhauses, des Reichsraths auf Lebenszeit. Sein Bruder der Banquier, Samuel von Haber, geb. 1813, erhielt 26. April 1873 den österreichischen Freiherrnstand und starb 27. September 1883 in Paris. In diese Familie heiratete eine Prinzessin Troubetzkoy, deren direkter Vorfahre Großfürst Gedimin von Lithauen war, ferner Graf Octave de Behague, Gräfin Laura Brunetti, Graf Christes Claes Horn von Aminne, Freiherr Max Scharschmidt von Adlertreu, Vicomte Ernest de Grouchy, Hannibal Grimmer von Adelsbach, Richard Herwarth von Bittenfeld, Ludwig von Klock, Auguste Legrand de Villers, Ritter Louis von Marx und James Montjaret de Kerjégu.

170. von Hahn. Der k. k. Regierungsrath und Direktor der Länderbank, Samuel Hahn, Sohn des 1803 geborenen und 28. Februar 1891 in Ungarisch-Ostrau + J. Hahn wurde 31. August 1881 österreichischer Ritter. Seine Tochter Hermine heiratete Freiherrn Armin Popper von Podhrágy.
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Beitragvon Konni S. » 13. Sep 2011, 09:59

171. Halpert. Ludwig Halpert aus Soroki bei Warschau, Sohn des Baquiers Salomon Halpert in Warschau, erhielt 1864 den russischen Adel und starb 1880. Seine Schwiegertochter ist Edle Castriota-Scanderbeg, sein Schwiegersohn Arthur von Rheinbaden.

172. von Hamburger. Der kaiserlich russische Collegienassessor Eugen von Hamburger starb 8. Juli 1865. Andreas von Hamburger ward kaiserlich russischer geh. Rath und seit 26. Nov. 1879 kaiserlich russischer außerordentlicher Gesandter und bevollmächtigter Minister bei der Schweizer Eidgenossenschaft.

173. von Hansemann. Ein Pastor Hansemann in Aachen adoptirte einen am 12. Juli 1790 in Finkenwerder geborenen, jüdischen Knaben David, welcher 4. August 1864 in Schlangenbad als königlich preußischer Finanzminister a. D. starb. Dessen Sohn Adolf Hansemann geh. Commerzienrath in Berlin, erhielt 8. März 1872 den preußischen Adel.

174. Hantover. Der kaiserlich russische Titularrath Heinrich Hantover, erhielt 7. August 1873 den russischen Erbadel.

175. Hartleben von Sarkházi. Franz Adolf Hartleben, Verlagsbuchhändler in Pest, erhielt ddo. Wien 17. April 1880 den ungarischen Adel mit „von Sarkházi."

176. Hartmann von Wartenschild. Der k. k. Hauptmann Wilhelm Hartmann (getaufter Jude), erhielt ddo. Wien 12. Mai 1887 den österr. Ritterstand mit „von Wartenschild."

177. von Haurowitz. Harald oder Harry (in Rußland Iwan) Haurowitz, Sohn des Samuel, geboren 18. Dezember 1799 in Schleswig, Generalstabs Doktor der baltischen Flotte, Generalinspektor des Medicinalwesens des russischen Marinedepartements, erhielt als wirklicher Staatsrath 26. Februar 1847 den russischen Adel und starb 6. Juli 1882 in Gmunden. Sein Schwiegersohn ist Ritter Franz von Arneth.

178. von Hausser. Der k. k. Oberstlieutenant Georg Hausser, geboren in Frankfurt am Main als Sohn eines jüdischen Kaufmannes und einer geborenen Mettenheimer, ließ sich taufen und erhielt 20. Juli 1884 den österreichischen Adel.

179. Head. Francis Bond Head wurde 22. Mai 1837 englischer Baronet. Er ist ein Nachkomme des Moses Mendes, Schwiegersohn eines früheren Sir Francis Head, der auf seine Kinder den mütterlichen Familiennamen vererbte.

180. von Heimann. A. von Heimann war 1888 Präses des Rigaer Commerciencolleginus, Wassily Alexandrowitsch von Heimann, kaiserlich russischer Generallieutenant, erobert 1877 Ardahan.
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 13. Sep 2011, 10:02

181. von Heimann. Der Arzt Adolf Heimann erhielt 5. September 1875 als kaiserlich russischer wirklicher Staatsrath den Adel.

182. von Heine. Maximilian Heine, geb. 6. Nov. 1805 als Sohn des Kaufmanns Samson Heine in Hamburg und seiner Gattin Betty von (recte van) Geldern; kaiserlich russischer Staatsrath, erhielt den russischen Adel und starb 5. November 1879 kinderlos. Sein Bruder Gustav, geboren 18. Juni 1810 in Hamburg, Inhaber des „Wiener Fremdenblattes", erhielt 30. März 1867 den österreichischen Ritterstand, 24. September 1870 den österreichischen Freiherrnstand und 20. Oktober 1870 (Diplom 30. Oktober 1870) die Bewilligung zur Führung des freiherrlichen Namens „von Heine-Geldern." Er starb 14. Nov. 1888 in Wien. Seine Gattin war Emilie Kaan von Albest, seine Schwiegertochter Freiin Marie von Seidler, seine Schwiegersöhne Graf Heinrich Sizzo von Noris und Alfons Edler von Kodolitsch.

183. von Hellmann. Ernst Julius Hellmann, Sohn eines Banquiers in Breslau und einer geborenen Friedländer, Fideicommißbesitzer auf Dalkau, erhielt am 12. Juni 1883 unter dem Namen "von Hellmann" den preußischen Adelstand. Seine Schwiegertochter ist Louise von Bonin aus dem Hause Lupow (M. v. Janecki, Herold 1889, Nr. 6).

184. von Henle. Der bayrische Hofrath und Rechtsconsulent Dr. Sigmund Henle, erhielt 1882 den bayrischen Personaladel.

185. Herschel. John Frederik William Herschel, geboren 7. März 1792, + 1871 wurde 1838 englischer Baronet. Er war der Sohn des 15. November 1738 geborenen und 25. August 1822 gestorbenen Astronomen Friedrich Wilhelm Herschel, welcher der Sohn eines Musikers Jakob Herschel in Hannover, Enkel von Isaak Herschel und Urenkel von Abraham Herschel war.

186. Herschell. Der Lordkanzler Frarer Herschell, geboren 184-, Sohn eines getauften in England eingewanderten Juden, Enkel und Urenkel der in Strelno in Polen lebenden Juden Juda und Hillet Herschell wurde Februar 1886 englischer Baron.

187. von Herz. Salomon Herz, geboren 1743, Großhandlungsgesellschafter, erhielt ddo. Wien 6. November 1797 den erbländisch österreichischen Adel mit "Edler von" und starb 3. Mai 1825 in Wien. Seine Schwiegertöchter waren Susanna von Nattermann und Caroline von Arnstein. 2 Töchter seines Sohnes heirateten Ritter Karl Emanuel von Liebenberg de Zsittin und Graf Cajetan Alcaini. Der Bruder dieser beiden Damen: Carl Adolf Edler von Herz, geb. 1804, Direktor der Banque de Roumanie, wurde ddo. 10. Februar 1870 österr. Ritter und starb 18. August 1881. Seine Gattinnen waren Anna Maria Augustina, Freiin von Brentano-Cimaroli und Marie von Moreau, seine Schwiegertochter Fürstin Marie Ghika. Der 1890 + Graf Anton Triangi heiratete Edle Leopoldine von Herz.

188. Herz von Hertenried. Der 1825 in Bayreuth geborene Julius Herz, Beirath der Creditanstalt für Handel und Gewerbe, wurde 24. Mai 1887 österr. Ritter mit "von Hertenried".

189. Herz von Rodenau. Der Generalsekretär der galizischen Karl Ludwigs-Bahn Dr. Johann Michael Herz wurde katholisch und erhielt 17. Jänner 1864 den österreichischen Ritterstand mit "von Rodenau". Er endete Dezember 1873 durch Selbstmord, ebenso 1888 seine Gattin.

190. Herzel von Hertberg. Der Gutsbesitzer Leopold Herzel, Chef der Firma Herzel und Caruta, erhielt 3. April 1881 den österreichischen Ritterstand und 22. April 1883 kaiserliche Erlaubnis den Familiennamen abzulegen und sich nur Ritter "von Hertberg" schreiben zu dürfen.
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 13. Sep 2011, 11:01

191. von Herzenstein. David von Herzenstein, Großhändler in Odessa, verlor am 6. Juni 1830 in Wien seine 1781 geborene Gattin Lea.

192. von Herzfeld. Viktor Herzfeld, k. k. Corvettenkapitän, Sohn des am 16. Februar 1883 + ehemaligen Börsensensales Karl Herzfeld, erhielt 2. April 1867 den österreichischen Ritterstand, ebenso 12. Dezember 1871 sein Bruder der k. k. Generalconsul R. Stephan Herzfeld.

193. von Herzfeld. Josef Herzfeld, Generalsekretär, später Direktor der Fonciere, Pester Versicherungsanstalt in Wien, erhielt 20. Dezember 1874 den österr. Ritterstand.

194. von Heyer. Dr. Heyer, geheimer Oberregierungsrath und vortragender Rath im Ministerium des Inneren und der Rittergutsbesitzer Heyer auf Goschin, erhielten am 4. Mai 1888 den preußischen Adel. Die Familie hieß früher Meyer.

195. Heymer. Wilhelm Johann Heymer, Sohn Georgs, Kreissteuereinnehmer zu Mariampol, erhielt 12. (24.) Jänner 1843 den polischen Adel. (M. v. Janecki in der Vierteljahresschrift des Herold, 1888. Seite 175.)

196. Hiersch von Hiregh. Karl Hiersch, Ministerialrath im ungarischen Ministerium am kaiserl. Hoflager, erhielt 11. Juli 1876 den ungarischen Adel mit "von Hiregh".

197. von Hirsch. Maximilian Hirsch, k. k. Major im Ingenieurcorps, erhielt ddo. Wien 16. September 1843 den österreichischen Adel mit "Edler von". Er starb 19. April 1846 als k. k. Oberstlieutenant. Seine Gattin war Freiin Therese Zawisch von Ossenitz.

198. von Hirsch. Theodor Hirsch erhielt 25. Oktober 1881 den ungarischen Adel.

199. von Hirsch auf Gereuth. Der Jänner 1764 geborene Jakob Hirsch, königlisch bayerischer Hofbanquier und Großhändler in Würzburg, erhielt 13. August 1818 den bayerischen Adel mit "auf Gereuth" und starb 22. Dezember 1840. Sein Schwiegersohn war Joseph von Kaulla, während sein zweiter Sohn Jakob v. Hirsch auf Gereuth, geboren 2. Juli 1805 bayr. Hofbanquier, königl. württembergischer Consul, Herr auf Planegg und Harlaching am 2. August 1839 bayerischer Freiherr wurde und 9. Dezember 1885 starb. Ein Sohn des Letztern heiratete Zenaide von Poliakoff. Die Familie gehört noch heute dem mosaischen Glauben an. Lucian-Jacques-Maurice, geboren 11. Juli 1856, + 6. April 1887 ist mit dem Titel eines Baron 26. September 1880 dem belgischen Adel einverleibt worden.

200. von Hirschfeld. Ludwig Hirschfeld, Sohn des 1796 geborenen und 10. Jänner 1883 gestorbenen Dr. med. Hermann Hirschfeld, Vorstand des Telegraphencorrespondenzbureaus in Wien, wurde 12. Juni 1877 österreichischer Ritter. Auch erhielt er den Titel eines k. k. Regierungsrathes.
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 09:26

201. von Hirschl. Leo Hirschel erhielt 20. Sept. 1857 (Diplom 19. November 1857) den österr. Ritterstand seines Schwiegervaters Ritter Kaliman von Minerbi als "von Hierschel-Minerbi" auf sich übertragen, wurde 5. März 1877 als "von Hirschl" herzoglich sachsen-meiningischer Freiherr und später italientischer Graf.

202. Hirschler von Alfó-Domborn. Max und Leopold Johann Hirschler, erhielten 20. Mai 1887 den ungarischen Adel mit "von Alfó-Domborn", letzterer am 24. November 1888 die Erlaubnis, den Namen in "von Zalan" ändern zu dürfen.

203. von Hitzig. Daniel Itzig, Hofbanquier in Berlin, starb 21. Mai 1799 im 77. Jahre. Er hatte einen Sohn Julius Eduard, geboren 26. Marz 1780. Derselbe ließ sich taufen, nahm den Namen Hitzig an und starb 26. November 1849 als königlich preußischer Criminalrath. Der Sohn desselben Friedrich Hitzig, geboren 1811, Präsident der Akademie der bildenden Künste in Berlin, welcher 11. Oktober 1881 starb, hatte eine Tochter Clara Susanna Maria Magdalena, geboren 28. Juli 1848, welche 13. Mai 1866 den preußischen Adel erhielt, am 19. Mai 1866 den Freiherrn Adolf von Steffens-Frauweiler heiratete, aber 30. Oktober 1878 von ihm geschieden wurde.

204. von Hock. Der k. k. Ministerialrath des Handelsministeriums Carl Hock (jüdischer Abkunft), erhielt 19. Juni 1852 den österreichischen Ritterstand und wurde 2. Dezember 1859 österr. Freiherr. Er war 13. März 1808 in Prag geboren und starb 2. Jänner 1869 als Mitglied des Herrenhauses und Geheimrath. Seine Gattin war Sophie von Appeltauer.

205. Hoffmann von Hofmannsthal. Der am 10. Juni 1759 geborene Isaak Löw Hoffmann, Großhändler in Wien und Vorstand der israelitischen Cultusgemeinde, erhielt 13. August 1835 den erbländisch österreichischen Adel mit „Edler von Hofmansthal" und starb 2. Dezember 1849. Ein Theil seiner Nachkommenschaft trat zum katholischen Glauben über.

206. Hoffmann von Lörincz. Jakob Hoffmann erhielt 17. August 1884 den ungarischen Adel mit „von Lörincz".

207. Hönig von Hönigsberg. Der am 30. Oktober 1724 geborene niederösterreichische Regierungsrath und Bankal- und Tabakgefällen-Direktor Israel Hönig, erhielt ddo. Wien 2. Sept. 1789 den österreichischen Adel mit „Edler von Hönigsberg" und starb 19. Jänner 1808. Seine Nachkommenschaft blieb bis in die neueste Zeit dem mosaischen Glauben treu. Noch 1864 starb Edler Soliman von Hönigsberg als Sekretär der Prager israelischen Gemeinde. In diese Familie, welcher auch der (1877) kaiserliche Rath und Badearzt in Wildbad, Edler Dr. Benedict von Hönigsberg angehört, heiratete Ritter Ferdinand von Arlt, der Sohn des berühmten Mediciners.

208. Hönig von Hönigshof. Lazar Hönig, geb. 1769, k. k. Fähnrich, welcher 24. August 1826 als gewesener k. k. Hauptmann starb, erhielt ddo. Wien 16. August 1791, mit seinen Geschwistern Enoch, Hermann, Lazar, Ernst den erbländisch-österreichischen Adel mit Edler von Hönigshof.

209. Hönig von Hönigstein. Der k. k. priviligirte Großhändler Adam Albert Hönig, geboren 1740, + 20. Dezember 1811, erhielt 19. Jänner 1784 den erbländisch - österreichischen Adel mit „Edler von Hönigstein" und 10. Mai 1807 den österreichischen Ritterstand als „Ritter von Henikstein". Seine drei Söhne Joseph, (geb. 1768, + 29. April 1838), Karl (geb. 1773, + 9. Juli 1828), und Johann (geb. 1775, + 16. Juli 1855) erhielten 16. Dezember 1812 das böhmische Incolat im Ritterstande. Josephs und seiner Gattin Elisabeth, geb. von Sonnenstein, (geb. 1770, + 17. Juni 1823) Söhne Friedrich, k. k. Oberst a. D., Wilhelm, königlich - niederländischer Generalcousul in Wien und Alfred, k. k. Generalmajor, erhielten 3. Mai 1859 (Diplom 25. Mai 1859) den österreichischen Freiherrnstand. Eine Schwester der drei Brüder Caroline, heirathete den Orientalisten Freiherr Joseph Hammer von Purgstall. In diese Familie heiratheten Gräfin Franziska de Paula Ledóchowska, Freiherr Wilhelm von der Decken, genannt von Ossen, Freiherr Sigmund von Epobloch, Santina von Scholl. Die Familien Hönig von Hönigshof und Honig von Hönigstein stammen übrigens von Brüdern des Israel Hönig Edler von Hönigsberg.

210. von Hönisch. Der 1803 geborene k. k. Oberstabsarzt i. R., Johann Hönisch, wurde 31. Oktober 1878 österreichischer Ritter und starb 29. August 1887 in Graz mit Hinterlassung eines Sohnes und einer Tochter.
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 10:03

211. von Hornthal. Am 23. April 1815 erhielt Franz Ludwig Hornthal, Polizeidirektor in Bamberg geb. 5. Mai 1765, + 27. Juni 1833 den bairischen Adel und das Wappen der erloschenen Familie von Roggenbach. Gelegentlich der Taufe seines Vaters wurde diesem von seinen 2 Taufpathen, den Herren von Horneck und von Erthal der Name Hornthal beigelegt. Die Enkelin des Geadelten, Annam heiratete Freiherr Marschall von Ostheim.

212. Horschitz. Sally Horschitz, Kaufmann in Hamburg erhielt das Baronat aus Italien. (San Marino?). Siehe M. von Janecki, Herold 1889, Nr. 6

213. von Jacobi. Jacob Jacobi, Generalsekretär der Kaiser Ferdinand Nordbahn wurde 16. Dezember 1868 österreichischer Ritter und später k. k. Hofrath. Seine Tochter Wanda heirathete 16. September 1882 Joseph Lord, Herrschaftsbesitzer in Zsigmondháza.

214. Jakubowski. In Litauen erhielten 24. November 1864 der getaufe Jude Michael Kasimir Felix Jakubowski den Adel. (M. von Janecki, citato loco). Sie waren Söhne des Franz Jakubowski. Schon vorher hatte Adalbert Jakubowski vom Kaiser Karl VII. ddr. Frankfurt 5. Mai 1744 den Reichs- und bayerischen Ritterstand mit "Edler von" erhalten. Vincenz Jakubowski wurde ddo. Wien 26. Dezember 1808 (Diplom 1810) österreichischer Freiherr und dessen Neffe Ladislaus Jakubowski erhielt ddo. Wien 10. Oktober 1832 die Uebertragung des Freiherrenstandes auf seine Person. In diese Familie haben außer vielen polnischen Adeligen geheirathet Freiherr Gustav von Gemmingen-Hornberg und Anastasia, ein Glied der freiherrlichen Familie von Kottulinsky. (M. von Janecki, Herold 1889, Nr. 6).

215. Jankowski. In Litauen erhielt 1764 Felician Jankowski, getaufter Jude, den Adel. (M. von Janecki, citato loco).

216. Jármund. In Litauen erhielt 1764 der getaufte Jude Stanislaus Jármond den Adel. (ebenda.)

217. Jelenski. In Litauen erhielten 1764 die getauften Juden Jakob, Matthäus und Stanislaus Jelenski den Adel. (ebenda.) Aus diesem Geschlecht stammte die November 1882 + Schauspielerin Irma von Jelenska, welche 1882 Ed. Levi heirathet.

218. Jellinek von Harcaszti. Heinrich Jellinek (zu deutsch Hirschel), Generaldirector der Budapester Straßenbahngesellschaft erhielt ddo. Wien 6. Jänner 1890 den ungarischen Adel mit "von Harcaszti".

219. Jerusalem von Salemsfeld. Leopold Jerusalem, Kattundruckfabrikant, (2. Oktober 1842) erhielt 15. September 1841 den österreichischen Adel mit "Edler von Salemfels". Sein Sohn Theodor, k. k. pensionirter Hauptmann, erhielt 19. März 1864 den österreichischen Ritterstand.

220. Jerusalem von Salensegg (nicht Salemsfeld). Der k. k. Oberstlieutenant Ferdinand Jerusalem erhielt ddo. Wien 24. März 1889 den österreichischen Adel mit "Edler von Salensegg".
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 10:29

221. Jessel. Georg Jessel, Sohn des Kaufmannes Z. A. Jessel, Richter des obersten Gerichtshofes, geb. 1824, wurde 1872 englischer Ritter.

222. Jessel. Sir Charles Jessel de Lodham wurde 25. Mai 1883 englischer Baronet. Er heirathete 1890 die Tochter des Lord Goldsmid.

223. von Infelt. Samuel Infelt, Gutsbesitzer, erhielt 8. März 1881 den ungarischen Adel und 4. Oktober 1881 das Prädikat "von Hölle".

224. Joel von Joelson. Karl Joel, geb. 1762, Hof- und Gerichtsadvokat und öffentlicher Notar, wurde 1. September 1817 österreichischer Ritter mit "von Joelson" und starb 7. November 1827 in Wien. Sein Sohn Joseph, geb. 1794, J. U. Dr. Banquier und Hofagent, erhielt 6. September 1862 Erlaubniß zur bloßen Führung des Prädikates Joelson und 12. Juli 1865 Wappenbesserung und starb 26. März 1869. Seine Schwiegersöhne waren Freiherr Joseph Philippovich von Philippsberg und Freiherr Hermann Dahlen von Orlaburg. Seine beiden Söhne Moritz Karl Ludwig, pensionirter k. k. Major und Alfred Franz Philipp, k. k. Generalmajor, haben 10. Oktober 1862 Prävalirung des Ritterstandes erhalten. Letzterer wurde 23. November 1881 österreichischer Freiherr. Die Gattin des letztern ist Freiin Hermine Dahlen von Orlaburg, der Schwiegersohn des österreichischen Ritter Dr. Friedrich von Geiringer-Winterstein.

225. Isaacs. Sir Henry Aaron Isaacs, mosaischen Glaubensbekenntnisses, Lord-Major von England, wurde 1888 geadelt, d. h. wurde englischer Ritter.

226. Isaacson von Newfort. Der 10. April 1813 in Werlington in der Grafschaft Suffolk geborene k. k. Feldmarschallieutenant Heinrich Isaacson wurde ddo. Wien 16. April 1878 österreichischer Freiherr.

227. von Itzstein. Anton Itzstein, primatischer Rath und Oberappellations-Gerichtspräsident, großherzoglich frankfurtilcher geheimer Rath, Ober-Polizeidirektor und Vorstand der Judengemeinde in Frankfurt am Main, erhielt 8. Mai 1810 den Adel durch den Fürst-Primas. Seine Schwiegertochter war Katharina von Deindl. Die Familie lebt in Bayern in bescheidener Stellung (Gerichtsschreiber, Tapetendrucker, Packer).

228. Kaan. Der k. k. Oberst im 49. Infanterie-Regimente Wilhelm Kaan, erhielt am 18. Mai 1872 den österreichischen Adel mit „Edler von". Er starb 1887 in Graz mit Hinterlassung eines Sohnes.

229. Kaan von Albest. Der in Ungarn geborene Heinrich Samuel Kaan, Großhändler und Ouästor in Pest, erhielt ddo. Wien 3. Nov. 1828 den ungarischen Adel mit „Edler von Albest" und starb 22. Februar 1844 in Wien. In diese Familie, welche in Oesterreich und Bayern fortblüht, heirateten Graf Theodor Csáky, Freiherr Alfred Mensi von Klarbach, Freiherr Gustav von Heine-Geldern und Maria Mayer von Mayerfels.

230. Kadich von Pferd. Der k. k. Oberstlieutenant der Gestütsbranche Heinrich Kadich (ursprünglich Kadisch, Tempeldiener auf Hebräisch), erhielt 14. März 1871 den österreichischen Adel mit „Edler von Pferd".
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 10:58

231. von Kallir. Der 1794 in Brody geborene Mayer Kallir, Banquier in Brody, erhielt ddo. Wien, 4. Oktober 1869 den osterreichischen Adel mit „Edler von" und 8. August 1874 den österreichischen Ritterstand und starb 1. Juni 1875. Sein am 11. Nov. 1821 in Brody geborener Sohn Nathan, Präses der Handelskammer in Brody, starb 4. Februar 1886.

232. von Kanitz. Der Großhändler und Exporteur Eduard Kanitz in Wien wurde 4. August 1886 österreichischer Ritter.

233. von Kaskel. Michael Ernst Karl, geboren 6. Oktober 1798 in Dresden, Sohn des königlich sächsischen Commercienrathes Michael Kaskel und der Sara Schlesinger, Schwiegersohn des Baron Fränkel, königlich sächsischer geheimer Kammerrath, Präsident der sächsischen Bank zu Dresden, königlich schwedisch-norwegischer Generalconsul zu Dresden, Chef des Bankhauses Michael Kaskel, erhielt ddo. Paris 28. Oktober 1867 den österr. Adelstand und ddo.Wien, 9. Februar (Diplom ddo. Wien, 19. Mai) 1869 den österreichischen Freiherrnstand und ddo. Pillnitz, 4. Juni 1869 königlich sächsische Anerkennung des Freiherrnstandes, Er starb 31. Juli 1874. Sein Sohn Felix heiratete Freiin Emma von Oppenheim und ist Schwiegervater des Karl von Leipziger.

234. Kaufmann-Asser. Der Banquier Jakob Kaufmann-Asser in Köln, Gatte der 1817 geborenen und 6. Juli 1885 in Köln + Henriette Asser, wurde 15. April 1870 österreichischer Ritter. Er endete 1878 durch Selbstmord. Sein Sohn Ludwig, Banquier in Berlin, heiratete Freiin Bianka von Landau.

235. von Kaulla. Der Banquier in München, Joseph Wolf Kaulla, geboren 1805 als Sohn des am 10. Jänner 1841 + k. k. Raths und Hofbanquiers Wolf Kaulla, erhielt 29. Nov. 1841 vom Fürsten von Hohenzollern-Hechingen den Adel und 20. Mai 1843 königlich württembergische Anerkennung desselben. Er starb 3. März 1876. Sein Sohn, der k. k. Rittmeister a. D. Theodor von Kaulla, mußte das vom Vater ererbte Gut Illereichen verkaufen. Rudolf Kaulla, geboren 10. August 1814, geh. Hofrath, Hofbanquier, erhielt 1852 den württembergischen Personaladel und starb 15. Juni 1872. Leopold Kaulla, geheimer Hofrath und Hofbanquier in Stuttgart, erhielt 1878 den württembergischen Personaladel.

236. Kazimirski. In Litauen erhielt 1764 der getaufte Jude Felician Kazimirski den Adel. (M. v. Janecki, cit. loco).

237. von Kerstorff. Der 12. April 1769 geborene Großhändler Heinrich Sigmund Pappenheimer, Schwiegersohn des Freiherrn Aaron Elias von Eichthal, erhielt 5. Mai 1817 den bayerischen Adel, unter Verleihung des Namens und Wappens der erloschenen von Kerstorff. Er starb 2. Juli 1832. Seine Schwiegersöhne waren Freiherr Karl von Aretin und Freiherr Alexander von Könitz.

238. von Kochmeister. Der Direktor der Pester Lloyd- Dampfschifffahrtsgesellschaft Friedrich Kochmeister, erhielt ddo. Wien, 6. Juni 1876 den österreichischen Freiherrnstand. Er ist geboren 16. Nov. 1816 in Oedenburg.

239. von Kohen. Ignaz Kohen, k. k. Consul auf Malta, Fregattencapitän, wurde 24. Sept. 1877 österr. Ritter. Sein Sohn Arthur folgte ihm im Amte nach.

240. Kohen von Tengervár. Der k. k. Generalconsul von Liverpool, Heinrich Kohen, wurde ddo. Wien, 12. Oktober 1881 österreichischer Ritter mit "von Tengervár".
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 11:38

241. Kohl von Kohlenegg. Der k. k. Hauptmann Lorenz Kohl, erhielt ddo. Wien, 2. Dezember 1829 den österreichischen Adel mit "von Kohlenegg". Er war 1783 in Wien geboren und starb als k. k. Oberstlieutenant am 22. Jänner 1851. Sein Sohn Leopold, geboren 13. Dez. 1814, + 1. Mai 1875, schriftstellerte unter dem Namen "Poly Henrion". Sein Bruder Edgar, pensionirter Major, heiratete die Baronin von Neuwall, Schwester der Gräfin von Auersperg.

242. von Kolisch. Der am 8. April 1837 in Preßburg geborene Ignaz Kolisch, Realitätenbesitzer auf dem Kahlenberge bei Wien, Banquier und Herausgeber der Wiener "Allgemeinen Zeitung", erhielt ddo. 14. April 1881 den herzoglich sachsen-meiningischen Freiherrnstand. Derselbe, welcher ungarischer Unterthan war, wurde ohne vorherige Erlaubnis des Kaisers vom Herzoge geadelt und baronirt, weshalb ihm die Erlaubnis zur Annahme dieses Titels in der österreichisch-ungarischen Monarchie verweigert wurde. Er trat nun ddo. Budapest, 19. Juli 1884 aus dem ungarischen Staatsverbande und wurde ddr. Meiningen 26. Juli 1884 herzoglich sachsen-meiningischer Staatsangehöriger. Als fremder Unterthan konnte er nun doch in Oesterreich-Ungarn den Baronstitel führen. Er starb am 30. April 1889 in Wien.

243. von König. Kolomann König, Generalconsul der Republik San Marino in Wien, erhielt 1880 adeliges Patriziat und Baronat der Republik San Marino. Er ist aus Raab in Ungarn gebürtig. (M. von Janecki, Herold 1889, Nr. 6).

244. von Königswarter. Gründer des Reichthums dieser Familie war der 1780 geborene und 12. Juni 1829 in Wien gestorbene priv. Großhändler Moritz Königswarter. Sein Sohn Maximilian Königswarter, geb. 1817, ehemaliger Deputirter des Seine-Departements im französischen gesetzgebenden Körper, wurde portugisischer Baron. Seine Eingabe um Bestätigung dieses fremden Titel kam wegen des Sturzes Napoleon's III. nicht zur Erledigung. Er starb 12. Oktober 1878 in Paris. Seine Tochter Antoinette heiratete erst 15. Juni 1875 ihren Verwandten Jules de Königswarter, dann Freiherrn Eugen Jakob von Kantstein. Die Schwester des Barons Maximilian, Josephine, geboren 13. April 1811, + 14. Mai 1861, heiratete 1829 ihren Vetter, den Banquierssohn aus Frankfurt am Main Jonas Königswarter, geboren 10. August 1807 in Frankfurt am Main. Derselbe war Chef des Bankhauses Moritz Königswarter in Wien, wurde 25. Mai 1860 österreichischer Ritter, 23. Oktober 1870 österreichischer Freiherr und starb am 23. Dezember 1871. Sein Sohn Moritz heiratete Charlotte Edle von Wertheimstein. Dessen Schwiegertöchter sind Edle Irma von Gutmann und Melanie Blaskovich von Ebeck, welch' letztere zum mosaischen Glauben übertrat. Ein anderer Königswarter, namens Heinrich, herzoglich sachsen-coburg-gothaischer Legationsrath (als Geschäftsträger 28. Dez. 1858, als Ministerresident 27. März 1864, in Paris beglaubigt) wurde conte Romano und 1870 in Frankreich als solcher bestätigt, unter Verleihung der Partikel "de". Sein Sohn Jules war der Schwiegersohn des Baron Maximilian von Königswarter.

245. von Kraft. Der Sohn des jüdischen Handelsmannes Michael Kohn in Markt-Erlbach nahm bei der römisch-katholischen Taufe den "Martin Karl Kraft" an. Er erwarb das Gut Stain und erlangte als Banquier und herzoglich sachsen-meiningischer Consul in München am 17. Jänner 1832 den bayerischen Adel. Er starb am 23. März 1842. Sein Schwiegersohn war der bekannte bayerische General Freiherr Jakob von Hartmann, ein anderer der königlich württembergische Oberfinanzrath Ludwig Friedrich von Herzog.

246. von Kraus. Die getrauften Juden Dr. juris Alfred Heinrich Kraus, Rittmeister beim k. k. Gensdameriecorps und Josef Kraus, Postmeister in Pardubitz, erhielten, ersterer 8. Dezember 1858 den österreichischen Ritterstand, letzterer 10. März 1875 den österreichischen Adelstand mit "Edler von", beide, erhielten 2. August 1881 den österreichischen Freiherrnstand. Alfred war k. k. Feldmarschalllieutenant und Statthalter von Böhmen, Joseph Bürgermeister von Pardubitz.

247. Krausz von Megyer. Meyer Krausz, Fabriksbesitzer, erhielt 3. September 1882 den ungarischen Adel mit "von Megyer". Sein Sohn Isidor, Dr. juris, heiratete 1883 in Budapest seine Stammesgenossin Renée Wahrmann.

248. Krenner von Valla. Samuel Krenner, erhielt 21. Dezember 1885 den ungarischen Adel udn 29. Sept. 1886 das Prädikat "von Valla".

249. von Kriegshaber. Abraham Kriegshaber, Großhändler in Lemberg, erhielt ddo. Wien 1794, 17. Juni den Adel mit "Edler von". Sein Sohn Anton, galizischer Großhändler wurde ddo. Wien, 14. Dezember 1808 (Diplom ddo. Wien, 14. Dez. 1818) den Ritterstand. Die Familie besteht noch.

250. von Kronenberg. Leopold Kronenberg, Sohn des Stanislaus, Banquier in Warschau, erhielt 1869 den russischen Adel. Er war Präsident des Verwaltungsrathes der Weichselbahn in Warschau. Sein Schwiegersohn ist Graf Karl Zamoyski, seine Schwiegertochter Elisabeth Póltorocka, Tochter eines Adelsmarschalls. Der Bruder Leopold's, der 1813 geborene Heinrich (Andreas) Kronenberg, Dr. med., erhielt 12. Juni 1874 als russischer wirklicher Staatsrath den Adel und starb 11. Sept. 1887. Sein Schwiegersohn war Johann von Bloch, Banquier und wirklicher Staatsrath in Warschau. Die Tochter seiner Tochter Marie, vermählt an Leon Löwenstein, Marie heiratete 31. Juli 1889 in Paris der Graf de Corberon.
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Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 12:23

251. Krzyzanowski. Im Jahre 1764 erhielt der getaufte Jude Franz Krzyzanowski den Adel in Litauen. (M. von Janecki, citato loco).

252. von Kubinzky. Der am 9. Dezember 1814 in Prag als Sohn des Kaufmanns Isaak Kubinzky und der 1784 geborenen und 26. März 1866 in Prag gestorbenen Esther, geborenen Epstein geborene Friedrich Kubinzky, Großhändler, kaiserlicher Rath, Handelsgerichtsbeisitzer, Censor der österreichisch-ungarischen Bank, Vicepräsident des Verwaltungsrathes der böhmischen Escomptebank, wurde 1884 österreichischer Ritter und starb 15. Oktober 1888 in Prag. Seine Schwiegertochter ist Bertha Fröhlich v. Feldau. Sein Sohn Emil ist Viceconsul der Vereinigten Staaten und Schwiegervater des Freiherrn Dr. Julius von Waldberg.

253. von Kuffner. Der Brauhausbesitzer und Gemeinderath in Ottakring, Ignaz Kuffner, geboren 1822, + 23. März 1882, erhielt 6. Mai 1878 des österreichischen Adelstand mit "Edler von".

254. von Kuh. Der Generalsekretär der böhmischen Westbahn, Dr. Angeolo Kuh, ein Bruder des Dichters Emil Kuh und Schwestersohn des Ritters von Sichrowsky, wurde 20. September 1874 österreichischer Ritter, später k. k. Regierungsrath. Sein Sohn Felix endete 3. Dezember 1883 durch Selbstmord.

255. von Kuhner. Der Großgrundbesitzer David Kuhner, erhielt 17. Oktober 1881 den österreichischen. Ritterstand. Die Familie ist verschwägert mit den Edlen von Zeißl.

256. Kwiecinski. In Litauen erhielt 1764 der getaufte Jude Josef Kwiecinski den Adel. (M. v. Janecki, citato loco.)

257. Lachmann von Falkenau. Der 2. Dez. 1814 geborene Karl Richard Lachmann, Herr der Herrschaft Falkenau, im Kreise Grottkau, und des Rittergutes Wingendorf im Kreise Lauban, erhielt ddo. Coburg, 6. Juli. 1863 den herzoglich sachsen-coburg-gothaischen Freiherrnstand und ddo. Berlin, 23. Nov. 1864 königlich preußische Erlaubnis zur Führung des freiherrlichen Titels. Er starb 11. Februar 1882. Seine Schwiegersöhne sind Freiherr Ferdinand von Zedlitz und Neukirch und Graf Bernhard von Schweinitz.

258. von Lämel. Der israelitische Großhändler in Prag, Simon Lämel, geboren 28. August 1766, erhielt ddo. Wien, 7. Jänner 1812 (allerhöchste Entschließung. 5. Dezember 1811) den erbländisch österreichischen Adel mit „Edler von" und starb 18. April 1845 in Wien. Seine Tochter heiratete Jerusalem von Salemsfels. Durch eine andere Tochter Theresia ist er Großvater des Ritters Wiener von Welten. Sein 1790 geborener Sohn Leopold, Großhändler, Banquier, Direktor der Filial-Escompte-Anstalt der privilegirten österreichischen Nationalbank, Vorstand des Prager Handelsstandes, wurde ddo. Wien, 17. April 1856 österreichischer Ritter und starb 19. August 1867 in Prag, vermält mit Freiin Julie von Eichthal. Er hinterließ nur 3 Töchter.

259. von Landau. Der Rothschild'sche Agent in Florenz, Horaz Landau, wurde 15. Jänner 1867 österreichischer Ritter.

260. von Landau. Der am 22. November 1822 in Breslau geborene, königlich-preußische Commerzienrath Jakob Landau, erhielt ddo. Gotha, 13. August 1881 den herzoglich sachsen-coburg-gothaischen Freiherrnstand und starb 9. August 1882. Er war Chef und Begründer des Bankhauses "Jakob Landau" in Berlin. Seine Schwiegersöhne sind Ritter Ludwig von Kaufmann-Asser, Freiherr Jules von Machiels-Clinbourg und Ritter Heinrich von Poschinger.
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Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 12:58

261. von Lapenna. Der von spanischen Juden abstammende, am 26. Februar 1825 zu Sign in Dalmatien geborene Luigi Lapenna, Dr. juris, k. k. Hofrath, Senatspräsident des obersten Gerichts- und Kassationshofes, wurde 2. September 1880 österreichischer Freiherr und starb April 1891 in Villa Waldhof bei Persenbeug. Sein Sohn Marino heiratete eine Stammesgenossin Philippine Friedländer, seine Tochter den Grafen Rudolf Pace.

262. Laski. Der Banquier in Warschau, Alexander Laski, Sohn des Karl, erhielt 1837 den polnischen Adel. Sein Sohn Alexander heiratete die Tochter des Chevalier José Marques Lisboa, sein anderer Sohn Ladislaus, Direktor der internationalen Handelsbank in St. Petersburg mit einer Jahreseinnahme von 160.000 Rubeln, Mitglied des Concils der großen russischen Eisenbahnen, heiratete Gräfin Stephanie Jlinska, die Tochter des letzteren Marie, den Grafen Sigismund Wielopolski. (M. von Janecki, Herold 1889, Nr. 6).

263. von Leard. Joseph Leard, städt. Oberingenieur in Fiume, erhielt 20. Sept. 1877 den ungarischen Adel.

264. von Lederer. Der k. k. Hauptmann Seligmann Lederer, wurde 17. Dez. 1880 österreichischer Ritter.

265. Lehne von Lehnsheim. Der k. k. Oberstlieutenant Gustav Lehne, ein Sohn des 1876 + Freiherrn Denil Eskeles und eins Fräulein Keile, erhielt ddo. Wien, 1. März 1879 den österreichischen Adel mit „Edler von Lehnsheim", wurde später k. k. Oberst und heiratet eine Freiin Thinn von Thinnfeld.

266. von Lenval. Der 3. Juli 1836 in Warschau geborene Leon Ladislaus Löwenstein, erhielt ddo. Gotha, 17. Mai 1881 unter dem Namen „von Lenval" den herzoglich sachsen-coburg-gothaischen Freiherrnstand. Er ist der Schwiegersohn des Herrn von Kronenberg (Siehe daselbst.) Sein Bruder Severin Heinrich Löwenstein erhielt laut Dekret des herzoglich sächsischen Staatsministeriums ddo. Coburg, 12. Mai 1883 Namensänderung in „Lenval" und wurde ddo. Gotha, 7. Februar 188? herzoglich sachsen-coburg-gothaischer Freiherr.

267. von Leon. Der kaiserliche Rath, Handelsgerichtsbeisitzer, Handelsrath, Reichsrathsabgeordneter, Chef der Großhandlungsfirma „Jacques Leon Söhne in Wien" Gustav Leon, erhielt ddo. Wien, 5. Juni 1876 den österreichischen Ritterstand. Ein Fräulein von Lützow heiratet in diese Familie.

268. Leon von Wernburg. Julius Leon, Besitzer der k. k. privilegierten, mechanischen Baum- und Schafwollewaarenfabrik in Wernstadt, Mitglied der Permanenzcommission im k. k. Handelmninisterium, Gemeinde und Bezirksvertretungsausschuß, erhielt 28. April 1883 den österreichischen Ritterstand mit „von Wernburg." Er heiratete Hermine Pollak von Rudin und ist 9. Nov. 1842 in Wien geboren.

269. von Lesser. Der 11. Nov. 1817 in Warschau als Sohn des 1870 + Levi Lesser und der Rosa, geborene Löwenstein, geborene Stanislaus Lesser, Banquier in Warschau, königlich baierischer Generalconsul, großherzoglich sächsischer Consul, Consul der Republik Peru, Handelsrichter, Börsenältester, erhielt 13. Februar (Wappenverleihung 27. März) 1876 den herzoglich sachsen-meiningischen Freiherrnstand und 29. Juli 1876 kaiserlich russische Anerkennung desselben. Er starb 23. März 1890 in Warschau. Sein ältester Sohn Leon, Dr. med., erhielt ddo. Ems, 27. Juni 1877 königlich preußische Genehmigung zur Führung des Freiherrntitels, sein zweiter Sohn Kasimir, erhielt 13. Februar 1877 königlich sächsische Anerkennung des Feiherrnstandes, sein vierter Sohn Johann wurde ddo. Brüssel, 20. September 1877 in den belgischen Freiherrnstand aufgenommen. Der Bruder von Stanislaus, der 21. August 1818 in Warschau geborene Sigismund Karl Noel Leffer, erhielt ddo. Madrid, 18. Februar 1884 in Spanien bestätigt und ddo. Meiningen, 18. Juni 1887 im Herzogthum Sachsen-Meiningen anerkannt wurde. Er heiratete Laura, verwittwete Gräfin von Dunin-Borkowska, geborene Gräfin Krasicka von Siecin.

270. Levay von Kistelek. Heinrich Levay, Assecuranzdirektor und Repräsentant der israelitischen Gemeinde in Pest, erhielt 25. August 1868 den ungarischen Adel mit "von Kistelek".
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Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 13:14

271. Levi. Baron Dr. Giorgio Enrico von Levi in Florenz heiratet 1880 Freiin Nina von Worms. Die Gebrüder Giaccomo-Giorgio und Angelo-Adolfo Levi in Venedig erhielten von König Victor Emanuel von Italien 10. April 1864 das Baronat in der Primogenitur beider Linien.

272. von Levita-Rechten. Der 1826 in Mainz als Sohn des hessischen Hofrath Johann Heinrich Levita und der Elisabeth Jacquer geborene Friedrich Heinrich Karl Levia, Dr. juris, großherzoglich hessischer geheimer Justizrath, erhielt 4. Februar 1869 den großherzoglich hessischen Adel mit "Rechten". Er war später der deutschen Botschaft in Paris zugetheilt und starb 13. Sept. 1884 in Luzern, ohne aus seiner Ehe mit Freiin Karoline von Weiler Kinder zu hinterlassen.

273. Lewi. Der Doktor der Medicin D. M. Lewi, erhielt 31. Dez. 1831 als russischer Staatsrath den Adel.

274. von Lieb. Der k. k. Major im Ruhestande, Jakob Lieb, erhielt 23. Februar 1890 den österreichischen Adel mit "Edler von".

275. von Lieben. Der Börsenrath der Wiener Börsenkammer, Generalrath und Direktor der österreichisch-ungarischen Bank, Leopold Lieben, geboren 1835, erhielt ddo. Wien, 13. Mai 1877 (Diplom ddo. Wien, 5. Februar 1891) den österreichischen Adel. Seine Tochter Ida heiratete den Wiener Privatdozenten Franz Brentano (di Tremezzo).

276. Liebermann von Wahlendorf. Der Rentier und Hausbesitzer in Berlin, Adolf Liebermann, wurde 14. März 1873 österreichischer Ritter mit „von Wahlendorf" und erhielt 10. Sept. 1873 preußische Erlaubniß zur Führung des Adels.

277. von Liebenberg de Zsittin. Ignaz (vor der Taufe Israel) Liebmann, geboren 1772, priv. Großhändler in Wien, erhielt 9. August (Diplom 11. Okt.) 1817 den österreichischen Adel mit „von Liebenberg" und 21. September 1817 ungarische Dotation, nebst Verleihung des Prädikats „de Zsittin", wurde 28. Mai 1829 österreichischer Ritter und starb 10. Juni 1844 in Wien. Sein zweiter Sohn Leopold Franz, geboren 1800 in Wien, Direktor der k. k. privilegierten Nationalbank, erhielt 16. März 1840 das österreichische Prädikat „von Zsittin" verliehen. In diese Familie heirateten Graf Wallafried Better von Lilienberg, Freiherr Joh. von Bruck, Katharina von Amberg, Edler Karl von Anthoine, der ehemalige Minister Ritter Johann von Chlumecky, Edle Pauline von Herz, Ritter Gustav Plentzner von Scharneck und Marie von Ziolecka. Ein Glied der Familie, Alfred, fiel 24. Oktober 1879 in Paris im Duell.

278. von Lindheim. Die Enkel des Kaufmanns Abraham Levi in Breslau, die Gebrüder Alfred und Ernst Lindheim in Wien, Gesellschafter der großen Eisen- und Commissionsfirma Lindheim und Compagnie, erhielten 9. November 1860 (mit allerhöchster Entschließung 18. September 1860) wegen der Verdienste ihres Vaters (Hermann Dietrich Lindheim, geboren 1790 in Breslau, königlich preußischer geheimer Commercienrath, + 11. März, 1860 in Wien) den österreichischen Adel, was 29. Juli. 1861 vom König von Preußen anerkannt wurde, der zugleich ihren Bruder Wilhelm Hermann am selben Tage in den Adelstand erhob. Alfred von Lindheim wurde 30. Nov. 1877 österreichischer Ritter. In diese Familie heirateten Louise von Angeli, Edle Clarissa und Mathilde von Vivenot.

279. von Lippmann. Der Fabriksbesitzer Leopold Lippmann in Wien, wurde 6. Mai 1872 österr. Ritter.

280. Lippmann von Lissingen. Der Großhändler Joseph Lippmann in Wien, wurde 15. Dez. 1868 österreichischer Ritter mit „von Lissingen." Eugenie Lippmann, Edle von Lissingen, heiratete 21. Mai 1874 den Ritter Alfred von Wurzbach.
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 13:34

281. von Livio. Der Banquier in St. Petersburg Franz Stephan Livio, wurde 2. Juni 1814 bayerischer Ritter und starb 24. April 1819 ohne Söhne. Seine Gattin war Freiin Clementine von Bode, seine Tochter heiratete Freiherr Ernst von Kramer in Bayern.

282. von Löbenstein. Alexander Robert Löbenstein, Enkel eines jüdischen Banquiers zu Lübben, Herr auf Lohsa, erhielt 15. Juli 1839 den preußischen Adel. Sein Sohn heiratete I. Gräfin Marie von Einsiedel. II. Marie von Tümpling, sein anderer Sohn Elisabeth von Rathenow. Auch heiratete in diese Familie Louise von Muschwitz (wohl Gattin des Adelserwerbers). (Siehe M. von Janecki, Herold 1889, Nr. 6.)

283. Loebenstein von Aigenhorst. Der 1798 geborene pens. k. k. Oberfeldstabsarzt Dr. Jakob Loebenstein, wurde 25. August 1869 österreichischer Ritter mit „von Aigenhorst" — und starb 16. Juli 1875 mit Hinterlassung von Söhnen.

284. Lopes. Maffay Lopes, Esquiere of Jamaica, Parlamentemitglied, wurde 5. Oktober 1805 englischer Baronet. Sein Schwestersohn Ralph Franco, der ihm als Baronet folgte, nahm mit königlicher Erlaubniß den Namen „Lopes" statt des bisher geführten Namens „Franco" an. Der zweite Sohn desselben, der 1827 geborene Heinrich Karl Lopes, wurde englischer Ritter.

285. von Löw. Der k. k. Major Johann Löw erhielt ddo. Wien 12. März 1885 den österreichischen Adel mit "Edler von".

286. von Löwenberg. Der k. k. Sektionsrath Otto Löwenberg wurde 18. Juli 1881 österreichischer Ritter.

287. von Löwenthal. Jakob Johannn Löwenthal, Großhändler und Direktor der Nationalbank in Wien, erhielt ddo. Wien, 2. Mai 1823 den östererreichischen Adel mit "Edler von", wurde ddo. Wien, 16. August 1830 österreichischer Ritter. Ritter Johann von Löwenthal, (+ 13. Februar 1891 in Paris), k. k. Feldmarschallieutenant außer Dienst, hat ddo. Wien, 24. Nov. 1865 (Diplom ddo. Wien, 2. April 1871) den österreichischen Freiherrnstand erhalten. Seine Gattin war Aloyse von Mylezynska, seine Schwiegersöhne Herzog Louis Decazes und von Glücksburg, Graf Marie Francois Négus Theodoric Antoine Gouy d'Arcy und Ludovic Charles Maro Hippolyte Hebert Marquis de Beauvoir. Der Herzog Decazes ist durch seine Mutter ein Ur-Enkel der Prinzessin Wilhelmine von Nassau-Saarbrücken.

288. Löwenthal. Gustav Löwenthal, Doktor der Medicin, Sohn des Joseph, erhielt 29. April 1848 als russischer Staatsrath den Adel.

289. von Löwenthal. Der k. k. Ministerialrath Maximilian Löwenthal, wurde ddo. Wien, 31. Juli 1863 österreichischer Ritter und ddo. Wien, 11. Februar 1867 österreichischer Freiherr. Seine Schwiegertochter ist Freiin Anna Maroicic von Madonna del Monte.

290. Löwenthal von Linau. Der 1796 in Aschaffenburg geborene Großhändler und Direktor der Creditanstalt in Wien, Joseph Michael Löwenthal, wurde ddo. Wien, 1. September 1866 österreichischer Ritter mit "von Linau". Er starb 27. Juli 1872. Graf Oskar Grimaud d'Orsay heiratete 5. Februar 1877 Frau Betty Löwenthal von Linau, geborene Juraneck.
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Re: Geadelte jüdische Familien

Beitragvon Konni S. » 14. Sep 2011, 13:54

291. Lonsada y Lonsada. (in England als Baron anerkannt). Isaac Baron Baruh Herzog von Lonsada y Lonsada, vermält mit Lydia Baruh y Lonsada, hatte einen Sohn Emanuel Baruh, Herzog von Lonsada y Lonsada, welcher 8. Juni 1862 in Passy Honorine Scholastique Lejenne heiratete.

292. Lutynski. In Litauen erhielt 1764 Theodor Lutynski den Adel. (M. von Janecki, cit. loco).

293. Lyzynski. In Litauen erhielten 1764 Franz und Ludwig Lyzinski den Adel. (ebenda).

294. von Machiels-Clinbourg. Der am 30. Sept. 1847 in Amsterdam geborene Jules Machiels, Banquier in Paris, erhielt 8. August 1884 den sachsen-coburg-gothaischen Freiherrnstand als "von Machiels-Clinbourg". Er ist der Schwiegersohn des Freiherrn Jakob von Landau.

295. Magasiner. Der kaiserlich russische Staatsrath Dr. Marcus Magasiner, erhielt 17. Dezember 1837 den russischen Erbadel.

296. von Magnus. Der Banquier in Berlin, Friedrich Martin Magnus, ein getaufter Jude, geboren 7. Nov. 1798, + 17. Februar 1859, erhielt 2. März 1853 den preußischen Adel und 18. Dez. 1868 den preußischen Freiherrnstand. Seine erste Gemalin war Franny Fränkel, seine zweite Henriette von Prittwitz und Gaffron. Sein Schwiegersohn ist Anton von L'Estocq, seine Schwiegertöchter sind Baronin Helene von Brunnow, Marie von Witzleben und Caroline von Zeschau. Die Tochter der Letzteren und seines Sohnes heiratete Karl von Prittwitz und Gaffron. Der Bruder des Freiherrn Friedrich Martin von Magnus, Heinrich Gustav Magnus, geboren 2. Mai 1802 in Berlin, Professor an der Universität, erhielt 1842 den württembergischen Personaladel und starb 5. April 1870.

297. Magnus. Wolf Magnus wurde englischer Baronet.

298. Majowski. In Litauen erhielt 1764 Anton Majowski den Adel. (M. von Janecki, citato loco).

299. von Malchus. Der am 26. Sept. 1770 in Zweibrücken geborene Karl August Malchus, erhielt am 15. August 1810 (Diplom 30. Nov., gesiegelt 14. Dez. 1811) von König Jerome von Westfalen den Freiherrnstand und als "Graf von Marienrode" 9. Juni 1813 den Grafenstand, was aber in Württemberg nach Napoleons Sturz nicht anerkannt wurde. Als königlich württembergischer Finanz-Präsident erhielt er 26. Februar 1818 von der württembergischen Regierung den Freiherrnstand bestätigt und starb 23. Oktober 1840. Spottlieder auf ihn finden sich in Molitor, Geschichte einer deutschen Fürstenstadt, Zweibrücken 1885, Seite 573, 574. Seine Schwiegertöchter waren alle bürgerlich. Doch haben in diese Familie geheiratet Heinrich Arand von Ackerfeld, Bertha Ganzstück von Hammersberg, A. v. Anger, Anna Arand von Ackerfeld, Carl Fischer von Weikersthal, Mariana Kellner von Köllenstein, Freiherr Ludwig von Pechmann, und Freiherr Alfred von Ellrichhausen.

300. Mallner von Marsegg. Der 1828 geborene k. k. Generalmajor Hermann Mallner, erhielt 6. August 1882 den österreichischen Adel mit "von Marsegg" und starb 9. Dezember 1887 in Wien.
Konni S.
 
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